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Können wir den Klimawandel stoppen?

In Garzweiler und an einigen anderen Standorten wurde gerade von sogenannten Aktivisten gegen den Klimawandel demonstriert.
Eine Demokratie lebt davon, dass Meinungen reflektiert und durch Demonstrationen und vergleichbare Aktionen der Öffentlichkeit publik gemacht werden. Jedoch dürfen bei diesen Meinungskundgebungen keine Gesetze gebrochen und vor allem keine Gewalt angewandt werden.
Wir leben in turbulenten Zeiten, doch wenn wir unsere Geschichte betrachten, hatten wir eigentlich immer solche Zeiten. Auch wenn derzeit in Syrien, Afghanistan der Ukraine und weiteren Ländern Krieg herrscht, war dennoch unsere Welt wohl noch nie so friedliche wie heute.
Es wird in Garzweiler demonstriert um den Klimawandel zu stoppen! Dazu sind „Aktivisten“ aus aller Herren Länder nach Deutschland angereist. Sie haben hehre Ziele, die durchaus verständlich sind. Sie wollen unseren Planeten retten. Doch so simpel, wie die Aktivisten propagieren, ist das nicht!
Auch haben diese Aktivisten wohl nicht so ganz den Überblick. Gut gemeint, ist noch lange nicht gut gemacht! Sobald selbsternannte Umweltschützer tausende von Kilometern per Flugzeug oder Auto zurücklegen, um an derartigen Demos teilzunehmen, haben sie bereits einen Teil ihrer Glaubwürdigkeit verspielt. Nicht, dass ich gegen Natur- und Umweltschutz wäre, ganz im Gegenteil. Ich versuche mit meinem Verhalten und dem meiner Familienmitglieder tagtäglich dazu beizutragen.
Hingegen verstoßen die selbsternannten Aktivisten gegen Gesetze und verursachen Schäden und Kosten in Millionenhöhe, die im Wesentlichen Steuerzahler zu bezahlen sind.
Es ist wohl unstrittig, dass der Kapitalismus wenig Rücksicht auf Natur, Umwelt, Frieden und Gerechtigkeit nimmt um den Profit zu erhöhen. In einer Demokratie rechtfertigt dies jedoch keine Gewaltanwendungen.
Besonders junge Menschen suchen nach dem Sinn des Lebens, nach Erklärungen, nach Perspektiven, sie sind gegen das „Etablissement“ und kämpfen um Veränderungen. Das war wohl schon immer so!
Doch früher waren das Wissen und die Möglichkeiten sich umfassend zu informieren sehr begrenzt. Heute hingegen kann man sich Wissen aneignen und sich umfassend informieren. Jedoch blenden die unterschiedlichen ideologischen Strömungen die Wahrheiten weitgehend aus.




Gut nun könnte man sagen, es gibt absolute und relative Wahrheiten und zudem objektive und subjektive Wahrheiten, wobei es eine reine absolute Wahrheit wohl nicht gibt. Nur es kann sich nicht jeder seine eigene Wahrheit basteln, wie es ihm gefällt.
So wird täglich über die Tragödien der Flüchtlinge im Mittelmeer berichtet. Es ist traurig und mir ist dieses Massensterben – durch das viele Profiteure reich werden – keinesfalls egal. Dennoch ist die Meinungsbildung zu diesem Thema in den Medien sehr einseitig. Die angebliche Betroffenheit vieler Menschen ist subjektiv und psychologisch fragwürdig. Psychologisch betrachtet, kann kein Mensch eine emotionale Beziehung zu einem ihm unbekannten Menschen aufbauen. Lesen wir die regionale Tageszeitung, so finden wir Traueranzeigen für zahlreiche Verstorbene: dabei sind junge Menschen, Menschen mittleren Alters und alte Menschen. Für Menschen, die wir kennengelernt haben können wir Emotionen entwickeln, für Fremde wohl kaum, obwohl ein gewisses Mitgefühl nicht ausbleibt. Was sollen wir also tun? Eine Frage, die momentan die politische Landschaft und auch die Bevölkerung entzweit. Ich werde demnächst dazu meine Vorstellungen äußern!
Mit der Umweltpolitik ist es nicht anders. Es gibt die „angeblichen Weltretter“, die überall als Aktivisten auftreten, und es gibt die Pragmatiker sowie viel Tendenzen und Strömungen dazwischen.
Unsere Erde hat schon kaum vorstellbare Naturkatastrophen und wohl auch kosmische Katastrophen durchmachen müssen und alle dies überstanden. Wir können mit großer Wahrscheinlichkeit sagen: Ohne diese Katastrophen würde es den Menschen wohl nicht geben.
Gerade höre ich in der Tagesschau vom 28.08.: „Wir schämen uns für die deutsche und die europäische Flüchtlingspolitik“. Deutschland und Europa kann jedoch nicht viele Millionen von Flüchtlingen aufnehmen, die zudem vorrangig Wirtschaftsflüchtlinge sind. Selbst unsere „Leitmedien“ verleugnen die Wahrheit: nur eine begrenzte Anzahl von Emigranten können die Europäischen Staaten aufnehmen und integrieren sowie auch finanzieren ohne den sozialen Frieden nachhaltig zu gefährden. Und wenn dieser gefährdet ist, so steht es auch um unsere Demokratie schlecht.
Auch bei unseren Umweltsünden sieht es vergleichbar aus. Wir begehen diese im großen Umfang: alle. Der technische und der zivilisatorische Fortschritt bringt es mit sich, dass wir den Umweltsünden immer nur hinterherhecheln. Viele Faktoren sind dafür verantwortlich, die hier nicht alle aufgezählt und erläutert werden können.
Doch wir erkennen diese Missstände und versuchen gegenzusteuern. Das geht nicht immer schnell und oftmals sind die Gegenmaßnahmen mit viel Streit verbunden.
Jedoch ist unsere Erde lange, unvorstellbar lange Entwicklungsprozesse gewohnt und selbst die größten geologischen Aussterbeereignisse, sowie die vermuteten kosmischen Einwirkungen konnten die Erde nicht zerstören. Die Ursachen für diese Ereignisse sind noch weitgehend ungeklärt.
mammuts zu Beginn der Eiszeit - Harz-Geschichte, Band 1 von Bernd SternalDie Erdgeschichte ist eine Geschichte von Klimawandel und Klimaveränderungen: Warmzeiten wechselten mit Kaltzeiten. Bis heute hat sich daran nichts geändert. Die letzte Eiszeit verließ Deutschland vor etwa 10.000 Jahren. Seitdem steuern wir, mit zahlreichen Klimaschwankungen, auf eine Warmzeit hin. Die Ursachen dafür sind bisher weitgehend unbekannt. Sicherlich jedoch sind sie sehr vielschichtig und vom Menschen kaum zu beeinflussen.
Ich streite also keineswegs einen Klimawandel ab. Auch zweifele ich nicht an, dass der Mensch mit seinen Umweltsünden den Klimawandel in geringem Maße forciert. Jedoch bin ich mir sicher, dass wir ihn mit keiner Maßnahme, die uns zur Verfügung steht, aufhalten können.
Daher ist Panikmache fehl am Platze. Natur- und Umweltschutz haben große Priorität, dennoch können sie nicht kosten was sie wollen. Und Natur- und Umweltschützer können und dürfen sich keinesfalls das Recht herausnehmen, gegen geltendes Recht zu verstoßen. Zudem ist zu resümieren, das Natur- und Umweltschutz kein Selbstzweck sind. Leider ist in diesem Sektor seit langem auch der Lobbyismus und die Geschäftemacherei allgegenwärtig.
Betrachten wir uns einmal den neuen e-Golf: äußerlich vom „Normalen Golf“ nicht zu unterscheiden. Auch das Fahrverhalten, der Komfort, der Platz, alles wie gehabt. Fast: Denn der Kofferraum ist 40 l kleiner. Der e-Golf hat 136 PS, was für einen Kompakten ausreichend sein kann um auch flott unterwegs zu sein. Dagegen sprechen eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h. Und die Beschleunigung von 0 auf 100 in 12,7 s ist gelinde gesagt, für ein modernes Auto, unzumutbar. Gut ich fahre gern schnell, das braucht nicht ein Jeder. Jedoch bei dieser Beschleunigung ist ein Überholmanöver bereits eine Mutprobe. Der e-Golf hat nach VW-Angaben eine Reichweite bis zu 200 km, wenn man allerdings 150 fährt oder schnell beschleunigt sinkt die Reichweite enorm. Dennoch ein Auto, mit dem Mann oder Frau gut leben könnte, wenn: die Ladedauer nicht mindestens 45 Minuten dauern würde, überall reichlich Ladestationen vorhanden wären, diese Auto in Magerausstattung nicht 35.000 Euro kosten würde.
Niemand sagt, wie groß die Reichweite des e-Golfs ist, wenn das Auto vollbeladen ist, Licht, Heizung oder Klima an sind. 100 km? Und das für mindestens 35.000 Euro. Der e-Golf ist in der Regel nur als Zweitauto zu gebrauchen. Und wer hat schon 35.000 Euro für einen Zweitwagen übrig?

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Ich will hier keinesfalls nur VW kritisieren. Ich könnte wohl fast jedes E-Auto heranziehen und zu ähnlichen Ergebnissen kommen. Preise jenseits von Gut und Böse, obwohl die teuersten Bauteile eines herkömmlichen Autos fehlen: Motor, Getriebe, Einspritz- und Tankanlage, Abgasanlage.
Wir forcieren mit allen Mitteln die Installation von Solar- und Fotovoltaikanlagen, die oftmals noch keine lange Lebensdauer haben und zudem dem Brandschutz der Gebäude, auf denen sie errichtet sind, entgegenstehen. Übrigens ist der Brandschutz auch ein weitgehend ungelöstes Problem bei Elektroautos.
Wir fördern die Wärmedämmung von Gebäuden mit Verbundwerkstoffen, die keine lange Lebensdauer haben, und von denen noch keiner so recht weiß, wie sie einmal entsorgt werden sollen.
Aktivisten demonstrieren im Garzweiler-Tagebau und setzen sich dabei über Recht und Ordnung hinweg. Sie fühlen sich moralisch in einer Position, die dies rechtfertigt. Doch wir brauchen die Kohle noch ein Weilchen, auch die Verbrennungsmotoren. Die neuen Technologien müssen erst ausgereift sein und das dauert. Sonst lösen wir alte Umweltsünden durch neue ab. Auch die Umweltaktivisten brauchen da Geduld. Und Verständnis für die Menschen, die anders denken oder anders leben wollen und auch nicht das Geld haben, sich alle diese neuen umweltfreundlichen Technologien leisten zu können.
In diesem Sinne hoffe ich, dass auch Natur- und Umwelt- bzw. Klimaschützer sich den Argumenten Andersdenkender öffnen. Unsere Erde stirbt nicht an einigen Jahren oder Jahrzehnten. Sie hat eine unvorstellbare Regenerationskraft. Und Garzweiler wird vielleicht in hundert Jahren ein riesiger sauberer See sein, an dem sich die Menschen erfreuen und der sich selbst renaturieren wird. Ein gutes Beispiel dafür ist der Harz. Vor wenigen Jahrhunderten zerstört durch den Bergbau, heute überall Naturschutzgebiete, die künstlichen Seen und Teiche und ihre Verbindungskanäle sind Weltkulturerbe. Und auch die Lausitzer Seenlandschaft kann sich nach weniger als 20 Jahren schon durchaus sehen lassen.